Imke_Team Impact Hub Ruhr
Imke bei der Arbeit

Wer in letzter Zeit öfters bei uns war hat schon Imke kennengelernt. Sie ist neu im Impact Hub Ruhr Team und hilft uns vor allem bei der Kommunikation. Als Studentin der Strategischen Kommunikation an der Uni Münster kann sie das nämlich besonders gut. Wir freuen uns sehr, Imke bei uns zu haben, denn sie ist wirklich die perfekte erste Angestellte. Intelligent, organisiert, auf Zack und gute Ideen hat sie auch noch. The full package. <3

Jetzt lassen wir aber Imke zu Wort kommen. Sie war letzten Dienstag beim Skillshare Lunch dabei, als Stephan Lampel sein Wissen zum Thema „Xing – Wie bekomme ich die besten Kontakte?“ mit uns und der Community geteilt hat, und hat direkt einen Artikel dazu geschrieben.

Skillshare Lunch mit Stephan Lampel: XING – Wie bekomme ich die besten Kontakte?

Liebe Freunde des Impact Hub Ruhr,
wenn ich mich vorstellen darf: Ich bin Imke, seit Januar arbeite ich ein paar Stunden die Woche für den Impact Hub Ruhr und unterstütze Uli, Ben und Janna beim Tagesgeschäft. Darunter fällt auch, euch über das Leben und Treiben im Impact Hub auf dem Stand zu halten. Es kann also sein, dass wir uns in Zukunft hier häufiger begegnen 😊.

Das Impact Hub Ruhr ist ein Ort, der Menschen in gleicher Mission vernetzen will. Die „Gemeinsam-schafft-man-mehr“-Philosophie ist eine Einstellung, die ich vollen Herzens teile. Ironischerweise war „networking“ trotzdem ein total negativ besetzter Begriff für mich. Im Impact Hub Ruhr netzwerkt man praktisch täglich „nebenbei“ – man lernt die Sitznachbarn näher kennen, spricht über ihre Projekte und tauscht sich aus, ohne direkt auf eine Kollaboration zu hoffen oder sich verkaufen zu wollen. Gezieltes Networking dagegen stand in meinen Augen für anstrengende Gespräche mit wichtigen Menschen, vor denen man sympathisch, lässig, aber gleichzeitig interessant wirken wollte, indem man in jedem zweiten Satz seine Qualifikationen einfließen lässt – Kenntnisse, die man im besten Fall im Ausland gewonnen hat. Der Druck, der für mich auf diesem Wort lastete, führte dazu, dass ich Networking-Events immer eher gemieden habe, mein LinkedIn Profil nur sporadisch besuchte und Xing überhaupt keine Beachtung schenkte. Bis gestern. Denn scheinbar gibt es auch andere Wege zu „networken“, bei denen ich mir nicht ganz so unbeholfen vorkomme.

Netzwerken ohne leeren Small Talk und anstrengende Werbegespräche

Netzwerken ohne leeren Small Talk und anstrengende Werbegespräche – dafür authentisch, entspannt und direkt. Wie das auf Xing (und eigentlich auch jedem anderen Netzwerk) funktioniert, hat Stephan Lampel beim gestrigen Skillshare Lunch zum Thema „Wie bekomme ich die besten Kontakte?“ bei uns im Impact Hub Ruhr erklärt. Und während er von seinen Erfahrungen erzählt, klingt es wie das Einfachste und Selbstverständlichste der Welt. Stephan ist unabhängiger Finanzdienstleister, Gründungsberater und hat die Gruppe „Xing-Ruhrgebiet“ gegründet. Er hat nicht nur gefühlt jede Funktion des Netzwerks durchschaut und zur Pflege und Erweiterung seines Netzwerks zu Nutze gemacht, sondern auch einige gute Lektionen mitgenommen, wie man selbst Kontakte aufrecht erhält und ein stabiles Netz aufbaut, auf das man im Fall der Fälle auch vertrauensvoll zurückgreifen kann.

Impact Hub Ruhr Skillshare LunchVertrauen, damit geht es übrigens schon los. Natürlich ließe sich Xing auch wie eine Suchmaschine für Fachkräfte nutzen, die einem je nach Stichwort die passenden Experten in der Nähe vorschlägt. Für einige mag das ausreichen. Aber noch schöner, als einen neuen Kontakt ausschließlich auf Basis seiner Qualifikationen zu knüpfen, ist doch die gut gemeinte Empfehlung eines Bekannten. Um so besser also, wenn man seine Xing-Kontakte gezielt um Rat bittet und bei der Kontaktaufnahme einen gemeinsamen Freund hervorheben kann. Das bietet schonmal einen leichten Gesprächsaufhänger, um die Unterhaltung ins Rollen zu bringen. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass man seine Bekanntschaften bei Xing nicht erst dann aktiviert, wenn es brennt, sondern bereits vorher im Gespräch bleibt. Stephans Empfehlung, so simpel es auch klingt: Nutze die Gelegenheiten und Aufhänger, die Xing einem bietet, um im Gespräch zu bleiben. Jemand hat dein Profil besucht? Ein ehemaliger Kollege hat Geburtstag? Ein guter Anlass, um mal wieder ein paar Nachrichten zu wechseln. Wichtig ist dabei, nicht nur auf die klassischen leeren Phrasen zurückzugreifen oder den Geburtstagsgruß zu einem plumpen Geschäftsangebot mutieren zu lassen. Das lässt sich am besten mit einem Besuch auf seinem oder ihrem Profil umgehen, indem man nach Gemeinsamkeiten oder interessanten Gesprächsthemen sucht – eine Veranstaltung etwa, die man selber plant zu besuchen. Vielleicht hat der- oder diejenige einen Artikel über ein spannendes Projekt geteilt, über das man gerne mehr erfahren würde. Schließlich verbirgt sich hinter dem Profil oft eine interessante Person, nicht nur ein Senior Manager. Stephan Lampel Impact Hub Ruhr Coworking Space

Persönliche Gespräche sind trotzdem wichtig

Offline-Gespräche sollten auch nicht unterschätzt werden. Es kann nie schaden, Telefongespräche oder Verabredungen, beispielsweise auf Xing-Events, zu initiieren und seine Kontakte auch persönlich zu treffen. Zentral hierbei ist die Vorbereitung. Bevor man sein Gegenüber mit einer unendlich langen Rede über die eigenen Leistungen und Skillsets überrumpelt, lohnt es sich, zuhause zehn Minuten zu investieren und sich folgende Fragen zu stellen: Was habe ich (und mein Netzwerk) zu bieten? Was macht mich zu einem wertvollen Kontakt? Wer diese Fragen klar in drei, vier Sätzen beantworten kann, wirkt überzeugend und nicht zu aufdringlich. Dasselbe gilt übrigens auch für das Online-Profil. Ein schön gestaltetes Portfolio mit einladenden Bildern und einer ansprechenden, klar formulierten Beschreibung seiner Tätigkeiten macht einen einprägsamen und sympathischen Eindruck – eine Bleiwüste aus bisherigen Stellen, Sprachkenntnissen und Qualifikationen könnten einen dagegen auf den ersten Blick etwas erschlagen.

Das ist nur ein kleiner Ausschnitt der simplen und einleuchtenden Tipps, die Stephan gestern mit der Impact Hub Ruhr Community geteilt hat. Selbst ich, die selbsternannte Network-Skeptikerin, fühlt sich tatsächlich motiviert, das entstaubte Profil etwas wiederzubeleben.

Der nächste Skillshare Lunch findet am 20.03.2018 im Impact Hub Ruhr statt. Diesmal erklärt Sebastian Grothaus von Good Profits die „Getting Things Done“ Methode. Hier könnt ihr euch dafür anmelden: Tickets