Die Auftaktveranstaltung zur Innovations-Talk Reihe war ein voller Erfolg

Impact Hub Ruhr Innovations Talk
(c) Carsten Deckert

Am ersten richtig warmen Abend dieses Jahres haben sich zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der regionalen Unternehmen, Verbände und natürlich Start-ups in den neuen Impact Hub Ruhr Räumlichkeiten eingefunden, um gemeinsam herauszufinden wie es um das Ökosystem Ruhr bestellt ist. Die zentrale Frage des Abends war: „Wie können Unternehmen und Start-ups voneinander profitieren?“.

Das Impact Hub Ruhr Team hat dazu sektorübergreifende Gäste eingeladen und bei einer Diskussion mit Sascha Schubert vom Bundesverband deutscher Start-ups, Dr. Reinhold Achatz von thyssenkrupp, Dr. Martina Faust von Fiducia & GAD IT AG, Mika Koopmann Mitgründer des Züricher Start-ups ImagineCargo sowie Ulrike Trenz Mitgründerin des Impact Hub Ruhr aus verschiedenen Richtungen auf die Fragestellung geschaut.

In der Panel Diskussion wurde das Thema des Abends aus verschiedenen Richtungen beleuchtet

Das Ruhrgebiet hat das Potential ein „open innovation eco-system“ zu werden, in dem sich Innovatoren, Start-ups, Universitäten, Forschungsinstitute und Unternehmen  gegenseitig inspirieren, relevante Innovationen zu generieren. Der Impact Hub Ruhr kann hier eine gute Rolle als Katalysator spielen,“ sagt Dr. Reinhold Achatz von thyssenkrupp.

Impact Hub Ruhr Innovations Talk
(c) Carsten Deckert

Sascha Schubert vom Bundesverband deutscher Start-ups gibt außerdem den Hinweis mit, dass erfolgreiche Start-ups aus der Region als Business Angels fungieren können, um den potentiellen Gründerinnen und Gründern zu vermitteln, dass es auch hier in der Region möglich ist ein gut laufendes Start-up zu realisieren und man nicht in andere große Städte schielen muss. Natürlich sei es auch wichtig innovativ zu denken und zu überlegen, was in Zukunft gebraucht wird, um in diese Märkte einzusteigen und eine führende Rolle zu übernehmen.

Da sieht die Innovationsmanagerin Martina Faust klar die universitäre Dichte der Region als Vorteil, diese kann man als Anschub nutzen. Denn das Ruhrgebiet, mit seinen zahlreichen Hochschulen, hat ein großes Potential an jungen, kreativen Köpfen, die Lösungen für die Probleme von morgen erarbeiten können und mit der richtigen Unterstützung, durch Programme oder Orte wie den Impact Hub Ruhr diese Lösungen in tragfähige Start-ups übersetzen können.

Aus Machern müssen Gründer*innen werden

Passend dazu sagt Ulrike Trenz vom Impact Hub Ruhr, „wir müssen junge Leute motivieren, um sie von Machern zu Gründerinnen und Gründern zu machen.“

Aber wie können Unternehmen und Start-ups nun eigentlich voneinander profitieren? Von Unternehmensseite sind für Martina Faust vor allem die Herangehens- und Arbeitsweisen von Start-ups hilfreich. Die Unternehmenskultur ist dort eine ganz andere, Hierarchien gibt es nicht und es werden Ideen vom ganzen Team zugelassen, es wird zugehört und nicht von oben diktiert, zusätzlich sind die Mitarbeiter flexibel und insgesamt motivierter. Bei der Zusammenarbeit von Unternehmen und Start-ups ist es wichtig quer zu denken, die Erfahrung der etablierten Firma sollte mit der Agilität des jungen Unternehmens verbunden werden.

Die Gründer-Lebenszufriedenheit ist deutschlandweit in der Rhein-Ruhr Region am höchsten

Nele Kapretz Impact Hub Berlin
(c) Carsten Deckert

Der interessanten Panel Diskussion gingen drei Kurzvorträge voraus. Eva Rieke Ringel von Boston Consulting Group stellt die Studie vor, die sie im Auftrag des Initiativkreis Ruhr über die Gründerszene im Ruhrgebiet erstellt haben. Daraus geht hervor, dass 2016 zum Zeitpunkt der Studie 14% der deutschen Startups in der Rhein-Ruhr Region angesiedelt sind, 9000 Menschen in der Startup-Szene arbeiten und die Gründer-Lebenszufriedenheit am höchsten ist. Noch vor Berlin oder Hamburg. Es gibt allerdings zwei große Wünsche der Szene: Bessere Vernetzung und ein besseres Image, bzw. besseres Marketing für die Region.

Zuvor hatte die Impact Hub Berlin Mitgründerin Nele Kapretz von ihren Erfahrungen als erfolgreiches Innovationszentrum für nachhaltige unternehmerische Lösungen berichtet und natürlich auch nicht verschwiegen, dass es gerade in der Startphase besonders schwierig war. Heute ist der Impact Hub Berlin voll ausgebucht und führt erfolgreiche Programme für Gründerinnen und Gründer durch. Über den neuen Standort im Ruhrgebiet sagt sie, „Ich bin beeindruckt von der Vielzahl der unterschiedlichen Akteure, die am 1. Innovations-Talk teilgenommen haben – vom Konzernvertreter über Startups zu Investoren und der Politik war alles mit dabei. Der Impact Hub Ruhr hat sich mit diesem gelungenen Auftakt bereits jetzt als die Vernetzungsstelle für Impact Entrepreneurship im Ruhrgebiet positioniert.“

Mika Koopmann hat das klimafreundliche Liefer-Start-up ImagineCargo mitgegründet und vorgestellt, das sowohl im Impact Hub Zürich als auch im Impact Hub Berlin sitzt. Sie liefern in Kooperation mit Fahrradkurieren Pakete an Kunden. Das geschieht mit vollster Flexibilität für den Empfänger, der das Zeitfenster und den Ort auswählen kann. Neben dem Gewinn für den Empfänger wird auch das Klima geschont, denn so müssen weniger Diesel LKWs durch die Stadt fahren.

„Klasse Format, inspirierende Speaker authentische Gastgeber“

Impact Hub Ruhr Innovations talk
(c) Carsten Deckert

Nach den unterhaltsamen und inspirierenden Vorträgen und der Diskussion ging es für die Gäste bei leckerem Fingerfood und Getränken mit Gesprächen und Diskussionen im kleinen Kreise weiter. Die Atmosphäre in den neuen Impact Hub Ruhr Räumlichkeiten war entspannt und so konnten sich die Gäste auf Augenhöhe austauschen und neue Kontakte knüpfen.

Andre Boschem, Geschäftsführer der Essener Wirtschaftsförderung, hat es ebenfalls gefallen. „Klasse Format, inspirierende Speaker authentische Gastgeber. Der Impact Hub Ruhr entwickelt sich zu einem wichtigen Player in der Startup-Szene des Ruhrgebietes.“

Ähnlich sieht das auch Stephan Lucka, Mitglied im Impact Hub Ruhr und Mitgründer des Startups A Index Ruhr, der sagt, „der Abend hat bewiesen, dass der Impact Hub Ruhr in den nächsten Jahren die wichtigste Keimzelle, für kreative Ideen wird. Für jeden der nicht die digitale Revolution im Ruhrgebiet verschlafen möchte, ist es Pflicht hier Mitglied zu sein.“

Mit den neuen Räumlichkeiten hat der Impact Hub Ruhr nun auch die Möglichkeiten den Gründerinnen und Gründern sowie Unternehmen aus dem Ruhrgebiet genügend Raum für ihre Ideen und Veranstaltungen zu bieten und das Netzwerk für soziale Innovatoren von der Region aus über das weltweite Impact Hub Netzwerk zu vergrößern. Neue Mitglieder sind jederzeit herzlich eingeladen vorbeizukommen.

Weitere Innovations-Talk Termine in 2018:
21. Juni 2018 Urbane Innovation: Energie im Quartier
13. September 2018 Urbane Innovation: Open Data & Data Science
15. November 2018 3D-Druck & Ressourceneffizienz

 

Vielen Dank an Carsten Deckert für die tollen Fotos!