Oberbürgermeister Thomas Kufen besucht Impact Hub Ruhr – das Netzwerk für soziale Innovation

Vor ein paar Wochen hatte Ulrike Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen via Facebook angeschrieben und ihn eingeladen, uns zu besuchen. „Ich habe das Bild vom Besuch bei der Steuerungsgruppe Global Nachhaltige Kommune in NRW gesehen und dann kommentiert, dass Herr Kufen doch auch mal wieder im Impact Hub vorbeikommen soll, um sich über die neuesten Entwicklungen in der Social Entrepreneurship Szene zu informieren,“ erzählt Ulrike. „Am nächsten Tag rief mich jemand aus dem Rathaus an und wir haben einen Termin ausgemacht.“ Am Freitag, den 24.01. war es dann soweit und Thomas Kufen kam mit Andre Boschem, dem Geschäftsführer der EWG- Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft zu uns in den Coworking Space.

OberbürgermeisterBesuch Dort wurden sie von Ulrike und Janna begrüßt und konnten auf der Tour durch die kreativen Räume auch direkt die zahlreichen Coworker kennenlernen, die fleißig an ihren Laptops arbeiteten. Beim letzten Besuch von Herrn Kufen im März 2018 waren die Coworking- und Workshopräume noch im Rohbau, so gab es diesmal viel Neues zu entdecken. Während der Führung haben wir berichtet, wie unsere Entwicklung seitdem verlaufen ist und erzählten von den Veranstaltungen und Workshops, die regelmäßig hier stattfinden.

Soziale und nachhaltige Startups aus Essen präsentieren ihre Ideen

Bei der anschließenden Präsentation bekamen Thomas Kufen und Andre Boschem ein Update über die Arbeit des Impact Hub Ruhr Teams, abseits des Coworkings. So erzählte Ulrike von dem Klimaschutz Ideen-Marathon Climathon, der 2019 zum dritten Mal durchgeführt wurde, u.a. in Kooperation mit der Stadt Essen und Stadt Bottrop. Janna stellte die erfolgreiche Female Founders Veranstaltungsreihe vor und berichtete über den Female Leadership Workshop, den sie an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen organisiert hatte. „Es ist immer wieder eine Freude zu sehen, wie Gründerinnen und junge Frauen durch die Workshops, Events und den Austausch inspiriert und empowert werden,“ erzählt Janna. Im Gespräch ergaben sich dabei weitere Kooperationsmöglichkeiten und Ideen für eine zukünftige Zusammenarbeit zwischen dem Impact Hub Ruhr und der Stadt Essen.

Thomas Kufen zeigt sich beeindruckt

„Es beeindruckt mich sehr, was der Impact Hub Ruhr in Essen leistet“, so Oberbürgermeister Thomas Kufen. „Gute Ideen bekommen hier eine gute Unterstützung, ein Netzwerk und die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Von hier aus schaffen es junge Gründerinnen und Gründer mit ihren innovativen Ideen im wahrsten Sinne des Wortes in die Welt. Dass die Essener Start-ups dabei erfolgreich sind, zeigen die aktuellen Zahlen: derzeit gibt es in Essen 70 Start-ups mit rund 800 Beschäftigten. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um 100 Prozent gestiegen. Das zeigt, dass hierin großes Potenzial steckt.“Gründerinnen und Oberbürgermeister Kufen

Da der Impact Hub Ruhr eine Anlaufstelle für Startups aus dem sozialen und nachhaltigen Bereich ist, duften unsere Mitglieder natürlich nicht fehlen. Wie es sich für ein Startup gehört, gab es zum Schluss noch einen kurzen Pitch der Geschäftsideen. Den Anfang machten Solarpott, die aus dem Climathon 2018 entstanden sind und Solaranlagen auf Mietshäuser und öffentliche Gebäude in der Essener Innenstadt bringen möchten und dafür noch geeignete Dächer suchen. Bei der Suche bekommen sie nun Unterstützung von der Essener Wirtschaftsförderung.

Danach stellten die drei Gründer von WhoMoves ihre Plattform für internationale Fachkräfte vor, mit der sie es Mittelständlern erleichtern möchten, diese Arbeitnehmer*innen anzusprechen. Fachkräfte aus dem Ausland bekommen auf der anderen Seite Unterstützung bei der Jobsuche und darüber hinaus. Als dritte Gründerin präsentierte Olga Felker ihre Idee eines Onlinemagazins für und von Menschen mit Migrationshintergrund mit dem Namen Alman+, was sie momentan aufbaut. Aus dem Gespräch mit Andre Boschem und Thomas Kufen ergaben sich im Anschluss für alle Startups gute Kontakte sowie Synergieeffekte.

Essen als Hotspot für (social) Startup-Szene

EWG-Geschäftsführer Andre Boschem sagt mit Blick auf den Standort Essen: „Die Essener Wirtschaftsförderung hat sich zum Ziel gesetzt, den Standort Essen zu einem Hotspot der Start-up-Szene zu machen. Schon jetzt haben wir hier viele innovative Start-ups, die mit frischen Ideen durchstarten – zum Beispiel im Impact Hub Ruhr. Wir wollen weitere junge Unternehmen aus dem In- und Ausland für den Standort begeistern. Dabei helfen die vielfältigen Kooperationsmöglichkeiten mit den Hochschulen und Forschungseinrichtungen in der Region sowie die verschiedenen Initiativen im Bereich der Gründungsförderung, von denen Start-ups profitieren können. Das macht Essen zur Scale-up-City. Denn Start-ups finden in Essen ausgezeichnete Startvoraussetzungen mit hervorragenden Wachstumsbedingungen.“

 

Fotos von Carsten Deckert

Team