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11 März 2022

#Transformathon – Der Hackathon des Deutschen Nachhaltigkeitspreises

Initiiert vom Deutschen Nachhaltigkeitspreis und unterstützt von Unternehmenspartnern, dem Impact Hub Ruhr sowie den sustainable natives hat Ende September der erste „Transformathon“ stattgefunden. Der Transformathon ist ein neues Online-Hackathon-Format, in dem sich rund 130 Teilnehmende aus der DACH- Region in einem Ideensprint konkreten Nachhaltigkeitsfragen von Unternehmen gestellt und in 24 Stunden Lösungsideen entwickelt haben! Ein Hackathon ist dafür ein vielversprechendes Format, denn hier werden Lösungen in diversen Teams kollaborativ entwickelt und unternehmerisch nachhaltig gedacht!

Nachhaltigkeit hat sowohl in der Gesellschaft als auch in der Wirtschaft im letzten Jahrzehnt stark an Bedeutung gewonnen. Es ist ein gesellschaftlicher Wertewandel hin zu einer stärkeren Sensibilisierung für Themen wie die Klimakrise, globale soziale Gerechtigkeit und neue Umweltstandards zu beobachten. Klimaschädliche Praktiken werden nicht mehr einfach hingenommen oder akzeptiert. Die Sustainable Development Goals (SDG) der Vereinten Nationen sind allgemein bekannter und akzeptierter Rahmen für die Entwicklung unserer Welt. In der Anwendung und Umsetzung hinken wir aber oft hinterher. Wie kehren wir die Klimakrise um? Wie wird unsere Wirtschaft nachhaltig? Wie schließen wir Ressourcenkreisläufe praktisch? Wie gestalten wir Lieferketten fair und transparent? Wie regenerieren wir Arten und Natur für mehr Biodiversität? Wie gestalten wir eine inklusive Gesellschaft mit all ihren Facetten?

Zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen hat der Deutsche Nachhaltigkeitspreis fünf Transformationsfelder aus den SDGs abgeleitet und fokussiert: Klima, Ressourcen, Biodiversität, Lieferkette und Gesellschaft. Diese Felder braucht es, um die großen Herausforderungen unserer Zeit zu lösen und eine Transformation des Status Quo hin zu echter Innovation und Nachhaltigkeit zu schaffen.

Gemeinsam mit dem Innovationsteam des Impact Hub Ruhr und Transformationsexpertinnen der Genossenschaft sustainable natives schafft der Deutscher Nachhaltigkeitspreis mit dem Transformathon ein neues Format zur Ideenentwicklung, wie umsetzbare Lösungen für diese Herausforderungen aussehen können. Das gemeinsame Team des Transformathons eint dabei die Überzeugung, dass Lösungen in diversen Teams kollaborativ entwickelt und unternehmerisch nachhaltig gedacht werden müssen.

Dabei hilft es nicht, den Status Quo über Effizienzsteigerungen ein bisschen besser oder weniger schlecht zu machen. Für eine Welt mit bald 10 Milliarden Menschen, deren Bedürfnisse nach Ernährung, Mobilität oder Wohnen – um nur einige zu nennen – erfüllt werden sollen bei gleichzeitig drastisch reduziertem ökologischem Fußabdruck, brauchen wir neue und radikale Lösungen, die einer „Faktor-10-Logik“ folgen: Wie erhöhen wir den Anteil nachhaltiger Landwirtschaft um Faktor 10? Wie reduzieren wir die Menge an nicht-recyceltem Plastik auf null? Wie schaffen wir es, mit jedem Gebäude, mehr Energie zu erzeugen statt zu verbrauchen?

Um radikale Faktor 10-Ideen zu finden, braucht es greifbare Problemstellungen, ein besonderes Format und ein sehr diverses Teilnehmendenfeld. Der Impact Hub Ruhr hat sehr gute Erfahrungen mit Hackathons gemacht – einem Ideensprint, in dem in rund 24 Stunden bunt gemischte Teams unter methodischer Anleitung an konkreten Fragestellungen arbeiten, um ungewöhnliche Lösungsansätze („Hacks“) zu entwickeln. Das Format wurde gemeinsam mit dem DNP auf den Namen „Transformathon“ getauft.

Acht Partnerunternehmen haben für die fünf Felder des DNP konkrete Fragestellungen in den Transformathon in sogenannte „Challenges“ eingebracht, die als Herausforderungen durch die Teilnehmenden bearbeitet werden konnten. Die Unternehmen fungieren dabei als „Ko-Host“ (gewissermaßen als Pat:in) und sind daran interessiert, erfolgsversprechende Lösungsansätze gemeinsam mit dem jeweiligen Team zu finden und in eine Umsetung zu bringen.

Der Transformathon ging als Online-Format Ende September mit rund 130 Teilnehmenden, Coaches, Experten und Ko-Hosts live.
Auf einer eigens über den Impact Hub Ruhr eingerichteten Plattform entstand ein digitaler Workshop-Space mit Lobby, Hauptbühne, Teamräumen und digitalen Whiteboards.

Zunächst haben die Unternehmenspartner als Ko-Hosts ihre erarbeiteten Challenges in einem 90 Sekunden Pitch vorgestellt. Aus der ganzen DACH-Region vernetzten sich daraufhin über 24 Stunden die Teilnehmenden, bildeten Teams und „hackten“ an neuen Ideen und Ansätzen. Darunter viele Studierende, Young Professionals, Azubis und GründerInnen. Sie wurden dabei von Coaches im Prozess unterstützt und von Expert:innen zu Fachfragen beraten. Am Ende des Transformathon gaben alle Teams ein Pitch-Video zur Erläuterung ihrer Idee ab. Dieses wurde im Nachgang von den Ko-Hosts in Jurysitzungen bewertet und eine Woche später auf der Preisverleihung die Siegerteams der jeweiligen Challenge verkündet.

Damit die Ideen eine Chance auf Umsetzung haben, erarbeiten die Siegerteams in einem Folge-Workshop mit dem Impact Hub Ruhr und dem jeweiligen Ko-Host eine Umsetzungs-Roadmap aus.

Auf dem deutschen Nachhaltigkeitstag im Dezember haben alle Siegerteams noch einmal in einem Pitch-Format ihre Ideen vorgestellt und per Publikumsvoting wurde das der Siegrer:innenteam gekürt.

Herzlichen Glückwunsch an das Team GeoGo mit ihrem Ko-Host Gruner + Jahr zum Thema „Factor 10 against the Mind Behaviour Gap“! In der Challenge ging es darum, wie starke Medien mehr (junge) Menschen zu nachhaltigem Handeln und Engagement bewegen können und so den „Mind Behaviour Gap“, die Lücke zwischen Wissen und Handeln, zu schließen. GeoGo möchte dazu eine eigene App entwickeln. Wir sind gespannt und freuen uns diese bald zu testen.