Das Programm – worum geht es uns?

Essen-Altenessen = viele Kulturen nebeneinander. Noch friedlich, aber im derzeitigen „Klimawandel“ öffentlicher Diskussionen zunehmend unversöhnlich. "Die da sind unordentlich." "Der da sieht gefährlich aus." Statt miteinander reden wir oft übereinander und aneinander vorbei – Vieles bleibt unausgesprochen. Wie kommen wir mehr zusammen, sodass wir uns mit unseren Unterschieden wohlfühlen? Wie können wir unsere Gemeinschaft für die Zukunft stärken? Mit Beyond Divides möchten wir, der Impact Hub Ruhr und das KD 11/13, eine „Lernreise“ (Workshop-Reihe) mit AnwohnerInnen aus Essen-Altenessen und engagierten Menschen aus anderen Stadtteilen und Städten, aus Wirtschaft, Verwaltung und Initiativen starten. Wir möchten hinter die Gründe für Rückzug und Abgrenzung schauen und im kreativen Austausch miteinander und mit den Menschen vor Ort neue Perspektiven gewinnen. Auf den Erkenntnissen aufbauend werden wir innerhalb eines Jahres neue Lösungen entwickeln, um ansprechende Projekte zu schaffen und in Altenessen und ggf. weiteren Orten umzusetzen.

Mitmachen.

Du gestaltest bereits aktiv Begegnungen zwischen unterschiedlichen Menschen und willst was Neues entwickeln? Du möchtest praxisorientiert mit ganz anderen Menschen in den Austausch kommen? Du kommst aus Altenessen und möchtest was bewegen? Dann schreibe eine E-Mail an: hanna.hemken-to-krax@impacthub.net oder komme bei uns im Impact Hub oder beim KD 11/13 in Essen-Altenessen vorbei.

Essen, Istanbul, Madrid, Bukarest – ein Programm, vier Standorte.

Das Programm baut auf der Expertise von vier Impact Hubs in der Region Europa - Bukarest, Istanbul, Madrid und Ruhr - auf, die sich jeweils der Unterstützung der Entwicklung von Ökosystemen widmen, die Zusammenarbeit und Innovation durch lokal verankerte Aktivitäten sowie Partner und verwandte Netzwerke vorantreiben.  
photo credit: Photo by Darrel Und from Pexels    

Die Lernreise – was passiert in dem Jahr?

Wir werden uns in diesem Jahr jeden Monat treffen und mithilfe kreativer Methoden drei Phasen durchlaufen (-reisen?):
Einstiegs- und Entdeckungsphase
Wir werden uns gemeinsam Ziele setzen und in welche Aspekte wir im Detail einsteigen. Mögliche Fragen könnten sein: Was bewegt die Menschen hier und in meinem Umfeld? Was brauchen sie / wünschen Sie sich für ein gutes Zusammenleben? Was sind die drängenden Themen?
Ideenfindung
Welche überraschenden Erkenntnisse haben wir gewonnen? Wo können wir für neue Lösungen ansetzen und wie können diese aussehen? Hier entwickeln wir mit unserem gemeinsamen Wissen wirksame Projektideen.
Test- und ggf. Umsetzungsphase
In dieser Phasen testen wir unsere Ideen zunächst in kleinem Rahmen, um herauszufinden, ob sie funktionieren. Die Pilotprojekte, die gut anlaufen, werden bei der Umsetzung unterstützt. Der Impact Hub unterstützt Euch hier mit Fachwissen bei der Ausarbeitung der Umsetzung und Vernetzung bei der Finanzierung.

Hintergrund zum Programm Beyond Divides

Die europäischen Staaten sehen sich heute oft mit den gleichen dringlichen Problemen konfrontiert, die sehr verschlungen und komplex sind und oft mit drohenden Trennungen zu tun haben: Ist es möglich, unsere Städte weiterzuentwickeln, ohne Ungleichheiten zu verschärfen und die Umwelt zu belasten? Können wir die Technologieintegration verbessern und ein faires Einkommen für alle sichern? Wie können wir den Zugang zu wirtschaftlichen Möglichkeiten, Bildung und sozialen Diensten für mehr Menschen, die in verschiedenen Gemeinschaften in Städten, Vororten und Kleinstädten leben, gewährleisten?

Das sind natürlich große Herausforderungen. Und aufgrund ihrer Natur ist der Versuch, sie durch isoliertes Arbeiten anzugehen, nicht nur eine Verschwendung von Ressourcen und Zeit, sondern führt in der Regel zu schlechten Ergebnissen, wenn überhaupt. Es gibt Organisationen und Einzelpersonen, die versuchen, ähnliche, korrelierte Probleme zu lösen oder darüber nachzudenken, wie man Lösungen findet – Menschen, die in der Regel nicht die Chance haben, Ideen zu teilen, Perspektiven auszutauschen und Kräfte und Wissen zu bündeln, sei es aufgrund soziokultureller Unterschiede, geografischer Entfernungen oder einfach, weil sie sich der verfügbaren Möglichkeiten nicht bewusst sind.

Das BEYOND Divides Programm wurde entwickelt, um dies zu ändern. Die Robert Bosch Stiftung hat in Zusammenarbeit mit Impact Hub dieses Programm als innovativen Ko-Kreationsprozess konzipiert und umgesetzt, mit dem Ziel, Gemeinschaften zu entwickeln, die jedes Mitglied respektieren und wertschätzen und gleichzeitig die Vielfalt berücksichtigen. Eine, bei der es eine starke und belastbare Verbindung innerhalb und zwischen den Gemeinschaften gibt: innerhalb von Städten, zwischen Regionen oder zwischen Städten und ländlichen Gebieten. Dieses Programm befähigt Menschen, für das Gemeinwohl zu handeln, mit ständigem Dialog Vertrauen zu schaffen und „Brücken“ zwischen Gemeinschaften zu bauen.